Unsere Gemeinschaft

Wohnen für (Mehr-)Generationen

Wir wollen, dass unsere Kinder an einem natürlich gestalteten Ort und in einer bunten Gemeinschaft
aufwachsen, in der Nachbarschaft mehr bedeutet, als zufällig nebeneinander zu wohnen. Wir legen Wert auf ein gutes Miteinander und gegenseitige Unterstützung. Wir wollen hier lange und auch im Alter wohnen. Ein Teil der großen Familienwohnungen ist so flexibel konzipiert, dass man sie im Alter wieder verkleinern kann – die nächste Generation kann dann wieder eine große Familienwohnung daraus machen.

Bis auf unsere Maisonette-Wohnungen sind alle Wohneinheiten teilweise barrierefrei, mindestens aber barrierereduziert. Mit unserem Aufzug kommt man stufenlos sowohl zur eigenen Wohnung, als auch auf die Dachterrasse und in den Gemeinschaftsraum.

Dachgarten und Gemeinschaftsraum

Das zentrale Element unseres gemeinschaftlichen Wohnkonzepts ist die von allen gemeinsam genutzte
Dachterrasse auf dem Geschossbau – ein Ort der Erholung, der Begegnung und der naturnahen Betätigung mitten in der Stadt. Geplant sind Hochbeete und mobile Pflanzgefäße, in denen gemeinschaftlich Gemüse, Kräuter und
Wildblumen angebaut werden können.

Das urbane Gärtnern wird so zu einem generationsübergreifenden Lern- und Erlebnisraum. So können die Kinder unserer Gemeinschaft auf spielerische Weise den Kreislauf der Natur besser kennenlernen. Neben dem Gärtnern könnte die Dachterrasse auch als sozialer Treffpunkt fungieren, Sitzgelegenheiten und eine Grillecke laden zum Verweilen und zum Feiern von Festen ein.

Der multifunktionale Gemeinschaftsraum kann als Büro und Arbeitsraum, für Yogakurse, als Indoor-Spiel- und Toberaum bei Regenwetter, nach Feierabend für den Sundowner und zu jedem Anlass für gemeinsame Feiern genutzt werden.

Werkstatt

Im Erdgeschoss ist eine Werkstatt für Fahrradreparaturen gedacht. Aber auch zum Werkeln für Groß und Klein und für jede Art von kreativer Betätigung ist der Ort denkbar. Das fördert nicht nur das Miteinander, sondern ist in unseren Augen auch nachhaltig, denn es spart Ressourcen, wenn sich mehrere Haushalte zum Beispiel Werkbank und Stichsäge teilen.

Teilhabe am Leben unserer Stadt –
Gemeinsam sind wir größer

Willybü zeichnet sich architektonisch durch eine Mischung aus Geschossbau und Doppelmaisonetten aus. Ein
Gebäudeteil wird zudem dem sozialen Träger „Leben mit Behinderung” zur Verfügung stehen. Mit „Leben mit Behinderung“ haben wir einen städtischen Träger an unserer Seite, der Menschen mit Behinderung bei der Gestaltung ihres eigenen Lebensweges unterstützt.

Menschen mit Behinderung stehen auf dem hiesigen Wohnungsmarkt häufig vor besonderen Herausforderungen – unter anderem aufgrund fehlender Barrierefreiheit, steigender Mieten oder sozialer Ausgrenzung. Dem möchten wir aktiv entgegenwirken. Darum haben wir uns für eine Zusammenarbeit mit „Leben mit Behinderung“ entschieden und freuen uns, dass wir unsere Gemeinschaft somit noch inklusiver gestalten können.

Miteinander Freiräume gestalten

Die Baugemeinschaft wird in Form einer GbR geführt und besteht aus einer Wohnungseigentümergesellschaft. Auf unserem Baufeld befinden sich in direkter Nachbarschaft die Baugemeinschaften Tohoop, Kein Eigenheim, Genoveva und Utopie Fensterbank. Mit diesen und unseren anderen umliegenden Nachbarn sind wir gut vernetzt. So gestalten wir zum Beispiel gemeinsam unser Außengelände. Hier wird für alle gedacht: zum Beispiel mit Spielgeräten im Innenhof oder Fahrradparkplätze für uns und unsere Gäste.

Unser Beitrag zur Mobilitätswende

Auch wir verspüren ein steigendes Umwelt-, Klima- und Gesundheitsbewusstsein. Entwicklungen wie die flexible Nutzung von Leihfahrzeugen (z.B. Carsharing über digitale Plattformen) machen das eigene Auto obsolet. Vermehrtes Homeoffice sowie die weiterhin steigenden Energie- und Verkehrskosten mindern den Bedarf an einem eigenen Kraftfahrzeug.

Neubauquartiere wie das Wilhelmsburger Rathausviertel bieten die besondere Chance, von Beginn an eine Mobilität zu organisieren, die auf ÖPNV, Radfahren und zu Fuß gehen setzt. Eine gute Nutzungsmischung der Gebäude sorgt hier für eine „Stadt der kurzen Wege“, in der die Zielorte des täglichen Bedarfs, wie Nahversorgung, soziale Infrastruktur und Freizeitangebote gut fußläufig oder mit dem Fahrrad erreichbar sind. So kann hier mehr Aufenthaltsqualität in den Straßenräumen geschaffen werden.

Bereits jetzt bestehen gute Anbindungen an Radwege im Viertel. Das soll sich zukünftig noch verbessern. In Nord-Süd-Richtung soll zukünftig der Radschnellweg das Elbinselquartier und das Wilhelmsburger Rathausviertel durchqueren. Er soll somit die Innenstadt über die Elbbrücken mit dem Süderelbe-Bereich verbinden. Im nördlichen Bereich des Elbinselquartiers soll der Radschnellweg den Ernst-August-Kanal mittels einer Fahrradbrücke überqueren und entlang der Landschaftsachse parallel zum Aßmannkanal durch das Elbinselquartier und das Wilhelmsburger Rathausviertel verlaufen. Mit dem Rad ist die westliche Innenstadt über den Alten Elbtunnel und der Hauptbahnhof über die Elbbrücken in jeweils ca. 30 Minuten zu erreichen.

Alltägliche Mobilitätsbedarfe können weitestgehend zu Fuß, mit dem Rad und mit dem ÖPNV abgedeckt werden. Insbesondere die Nähe zu den unterschiedlichsten Einrichtungen fördert die Fortbewegung zu Fuß und mit dem Fahrrad. Die Anbindung an das Zentrum durch den ÖPNV ergänzt dies. Durch die Planung als autoarmes Quartier und die übergeordneten Radwege sind diese Orte auch für Menschen allen Alters sicher erreichbar. Unsere IT-affinen Mitglieder haben bereits verschiedene Lösungen sondiert, darunter auch moderne Open-Source-Tools.

Deshalb setzen wir in unserer Baugemeinschaft vor allem auf Fahrrad und öffentlichen Nahverkehr. Wir sind begeisterte Radfahrer und möchten das Radfahren im Alltag so attraktiv wie möglich gestalten – mit komfortablen, zentral
gelegenen und sicheren Abstellmöglichkeiten, die zum täglichen Nutzen einladen. Darüber hinaus planen wir den gemeinschaftlichen Einsatz von Lastenrädern, um Einkäufe und Transporte noch einfacher zu machen. Das Ausleihen soll dabei so unkompliziert wie möglich sein. Deshalb möchten wir ein digitales Buchungs- und Verwaltungstool nutzen, das eine reibungslose Organisation ermöglicht. Eine Einführung solch eines Systems ist jedoch erst zum Zeitpunkt unseres Einzugs vorgesehen.

Hamburg Standard

Das Wilhelmsburger Rathausviertel ist das offizielle Leuchtturm- und Modellquartier zur praktischen Erprobung des neuen Hamburg-Standards. Im Rahmen der von der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen initiierten „Initiative kostenreduziertes Bauen“ haben über 200 Fachleute, Vertreterinnen und Vertreter der Praxis sowie Entscheidungsverantwortliche von rund 100 Institutionen der Privatwirtschaft und der öffentlichen Hand ein Jahr gemeinsam an einem zentralen Ziel gearbeitet: die Baukosten im Wohnungsneubau nachhaltig zu senken. In den drei Handlungsfeldern der Initiative kostenreduziertes Bauen wurden Einsparpotenziale identifiziert, die eine Reduzierung der Baukosten um bis zu ein Drittel ermöglichen.

Die bisherige Analyse mündet in einer ersten Sammlung von 39 konkreten Vereinfachungsmöglichkeiten in Bereichen der Baukonstruktion und der Gebäudetechnik, die folgenden Aspekten zugeordnet werden können:

• Bauliche Standards
• Technische Standards
• Standards Barrierefreiheit
• Standards Schallschutz
• Standards Brandschutz

Ein weiteres Einsparpotenzial ergibt sich bei energetischen Anforderungen. Häufig stehen erhöhte Standards nicht in einem sinnvollen Verhältnis zu den Kosten. Deshalb empfiehlt die Initiative, in Förderrichtlinien auf Anforderungen zu verzichten, die über das Gebäudeenergiegesetz (GEG) hinausgehen. Auf https://www.bezahlbarbauen.hamburg/ findest du mehr zum Hamburg Standard.

Das bedeutet aber nicht, dass wir keine Rücksicht auf die Umwelt und ihre Ressourcen nehmen. Durch schlanke Standards, Materialreduktion an den möglichen Stellen oder eine einfache Haustechnik sind wir bereits im Bau nachhaltig unterwegs. Unser Energiekonzept wird weitestgehend auf erneuerbaren Energien basieren. Dafür ist die Nutzung von Photovoltaik genauso selbstverständlich wie ein Anschluss an das Erdwärmekraftwerk Wilhelmsburg.

Spricht dich das an? Wir freuen uns, von dir zu hören – am besten per E-Mail an kommzuwillybue[AT]gmail.com